Skip to Content Skip to Search Go to Top Navigation Go to Side Menu


kamera


AUSWAHL

Congo Calling
Kinodokumentarfilm 90min D 2019

congo_calling_poster

congo_calling

Der Osten der Demokratischen Republik Kongo ist eine der ärmsten und unsichersten Regionen der Welt. Hunderte von westlichen Entwicklungshelfern kämpfen für eine Verbesserung der Lage. Doch wie man am besten helfen soll, ist alles andere als klar. Der Film porträtiert drei Europäer, die im Kongo neue Wege der Hilfe suchen – selbstkritisch und hoch motiviert.


Regie STEPHAN HILPERT
Schnitt MIRIAM MÄRK
Filmmusik SEBASTIAN FILLENBERG
Sounddesign ANDREAS GOLDBRUNNER
Produktion STEPHAN HILPERT HFF MÜNCHEN
Kamera DANIEL SAMER
FFF BAYERN KLEINES FERNSEHSPIEL
Sender ZDF


Gewinner MAX OPHÜLS PREIS
Publikumspreis Dokumentarfilm 2019
Wettbewerb Dokumentarfilm ACHTUNG BERLIN 2019
Preis für beste Bildgestaltung Dokumentarfilmwettbewerb FILMKUNSTFEST MV 2019
Nominiert FFF Förderpreis DOKFEST MÜNCHEN 2019
Nominiert DEUTSCHER DOKUMENTARFILMPREIS 2019

This kind of hope
Kinodokumentarfilm in Produktion D/CH
Andrei_Sanikov

THIS KIND OF HOPE erzählt die Geschichte des Diplomaten Andrei Sannikov, der nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion über die Abrüstung des riesigen Atomwaffenarsenals von Belarus verhandelte, unter Präsident Lukaschenko in Protest seinen Job kündigte und den gefährlichen Weg der Opposition betrat. Nach dem unheimlichen Tode seines engsten Mitstreiters trat er gegen Lukaschenko als Präsidentschaftskandidat an, doch die Wahlen wurden gefälscht, Andrei Sannikov verhaftet, gefoltert und in Isolationshaft gesteckt. Heute lebt er im erzwungenen Exil in Warschau und kämpft weiter für seinen Traum: das freie und demokratische Belarus.
Der Film kombiniert Dokumentaraufnahmen mit Archivmaterial und animierten Sequenzen und schafft das persönliche Portrait eines Mannes, der sich mutig und beharrlich für seine Heimat einsetzt. Gleichzeitig beleuchtet er ein wesentliches Stück kaum bekannter Geschichte des Kalten Krieges und dessen Konsequenzen.


Regie PAWEL SICZEK
Kamera DANIEL SAMER
Produktion A FILM COMPANY DEPARTURESFILM
Förderung BAK MDM
Sender SRF RBB

Twin Towns
Fernsehserie in Produktion A/D
Twintowns

Europäische Hauptstädte haben Namensvettern in aller Welt: Paris liegt in Texas, Berlin am Eastern Cape in Südafrika, London auf der Weihnachtsinsel, Roma in Schweden und Wien in Wisconsin. Twin Towns ist eine Serie faszinierender Entdeckungsreisen in diese ungleichen Zwillingsstädte und macht sich auf die Suche nach Geschichten und Abenteuern weitab der üblichen Touristenattraktionen.


Regie GEORG MISCH
Kamera DANIEL SAMER
Produktion MISCHIEF FILMS
Sender ARTE

Von Titiwu nach Lummerland
Kinodokumentarfilm in Vorbereitung D
Puppenkiste

Walter Oehmichen gründete 1948 die Augsburger Puppenkiste um seine Erfahrungen als Soldat im 2. Weltkrieg hinter sich zu lassen. Als 1960 ein Redakteur des westdeutschen Fernsehens zufällig die Puppen entdeckte, beginnt eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Die Augsburger Puppenkiste ist das erste und wahrscheinlich einflussreichste Kinderprogramm in Deutschland. Sie beeinflusste das Leben vieler Generationen mit ihrem Spiel. Auch wenn sie nicht mehr regelmässig im deutschen Fernsehen zu sehen ist, so sind die Theatervorstellungen in Augsburg täglich ausverkauft und die Puppenkiste feiert weiterhin großen Erfolg mit Kinderfilmen im Kino.
Wir wollen diesem außergewöhnlichen Phänomen nachgehen – wie überlebt ein Puppentheater in der 4. Generation in Zeiten von VFX, Pixar und Computeranimation?


Regie PAWEL SICZEK
Kamera DANIEL SAMER
Produktion VINCENT TV

Neue Meister altes Handwerk
Fernsehserie 5x27min A/D 2019
koehler

NEUE MEISTER ALTES HANDWERK ist eine Serie auf der Suche nach alter Handwerkertradition in den Händen von jungen innovativen MeisterInnen und führt durch fünf europäische Länder, in verschiedene Werkstätten, um HandwerkerInnen im Alltag zu begleiten und ihre Verbundenheit mit der Region sowie moderne Anforderungen an das Metier mit alten Techniken zu zeigen.


Regie GEORG MISCH
Kamera DANIEL SAMER
Produktion MISCHIEF FILMS
Sender ARTE SWR

Gross und Kleinanzeigen
Fernsehserie Staffel 1 15x25min A 2018
David Groß

David Groß begibt sich auf Entdeckungsreise – mit seinem blauen Kastenwagen fährt der Salzburger Dokumentarfilmer quer durch Österreich und besucht Menschen, die kuriose und spannende Kleinanzeigen aufgegeben haben. Welche Geschichten stecken hinter diesen Inseraten? Und was sind das für Menschen, die diese Kleinanzeigen schalten? Oft sind es kleine, auch unspektakuläre Dinge, die zum Verkauf, Tausch oder Verschenken angeboten werden. Aber auch diese kleinen Dinge und ihre Besitzer offenbaren spannende Geschichten, die es wert sind entdeckt zu werden.


Regie CHRIS WEISZ
Kamera DANIEL SAMER
Produktion FCKW FILMPRODUKTION
Sender SERVUS TV

Global Care Knorr Bremse
Imagefilm 4min D 2018

Knorr-Bremse Global Care unterstützt Menschen, die durch Umweltkatastrophen, Unfälle, kriegerische Auseinandersetzungen, Armut oder Krankheit unverschuldet in Not geraten sind. Ziel der Projekte ist die ökonomische Unabhängigkeit der Menschen. Wichtigste Kriterien bei der Projektauswahl sind Nachhaltigkeit und die Hilfe zur Selbsthilfe.
Seit der Vereinsgründung im Januar 2005 wurden 85 Hilfsprojekte auf vier Kontinenten in 34 Ländern umgesetzt. Etwa 250.000 Menschen wurden durch die Hilfsmaßnahmen erreicht.


Regie FRANZISKA VON MALSEN
Kamera DANIEL SAMER
Produktion FRANZISKA VON MALSEN

Konstantin Grcic – Design is work Dokumentarfilm 54min D 2017

Konstantin Grcic gilt weltweit als einer der innovativsten und tiefschürfendsten Produktdesigner. Am Anfang seiner Karriere standen ein Stuhl und eine Lampe, heute beide im Museum of Modern Art in New York.

“Design is Work” folgt dem Designer über ein Jahr durch die unterschiedlichen Bereiche seiner Arbeitswelt: Dem Entwerfen in seinem Atelier mit seinem Team, dem Ringen um die richtigen Entscheidungen mit dem Auftraggeber, dem Trubel des “Salone” (Möbelmesse Mailand) und der Planung einer Ausstellung in der Pinakothek der Moderne, München. Hier wird anhand von Entwurfsmodellen die Entstehungsgeschichte seines bekanntesten Werkes, dem “Chair_One” erfahrbar gemacht – von den ersten Modellskizzen bis zum fertigen Produkt. Im Film werden diese Schritte anhand von Grcics aktuellem Projekt nachvollzogen: eine Möbelserie aus Eisenguss, erdacht und entwickelt zusammen mit der traditionsreichen italienischen Design Firma “Magis” und seinem schillernden Firmenchef Eugenio Perazza. Hier zeigt sich: Design ist wirklich viel Arbeit – aber auch noch ganz viel mehr.


Regie, Ton, Montage GEREON WETZEL
Kamera DANIEL SAMER
Musik MARKUS ACHER, CICO BECK
Colorgrading FABIAN SPANG
Sounddesign und Mischung JÖRG ELSNER
Produzent INGO FLIESS
Weltvertrieb MAGNETFILM


Dokfest München
Beirut International Film Festival
Milano Design Film Festival
A Design Film Festival, Singapore
Providence Art + Design Film Festival, USA
Master of Arts FF, Sofia

wastecooking – Kochen, was andere verschwenden
Fernsehserie 5x 27min A/D 2017

Laut der Welternährungsorganisation FAO landet ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel im Müll. In Europa sind das 89 Millionen Tonnen Nahrungsmittel im Jahr.
Für den Autor, Koch und Mülltaucher David Groß ist Essen zentraler Ausdruck unserer Kultur. Mit seinem Markenzeichen, einem Müllcontainer, der zum mobilen Koch-Herd umgebaut wird, macht er sich auf die Reise. Dänemark, England, Italien, Griechenland und Rumänien stehen am Speiseplan.
Wastecooking macht sich in der zweiten Staffel auf die Suche nach Pionieren des Wandels, die Krisen als Chance begreifen und nachhaltige Lebensrezepte und Kochrezepte entwickeln. In der ersten Staffel von Wastecooking haben wir Lebensmittelverschwendung und ihre Ursachen erklärt, sowie Lösungen im Bereich des Restekochens vorgestellt. In der zweiten Staffel gehen wir einen Schritt weiter und fokussieren auf Initiativen und Ansätze, die der Lebensmittelverschwendung nicht nur entgegenwirken, sondern diese erst gar nicht entstehen lassen. Wastecooking wird weiterhin mit dem kochen, was andere verschwenden, blickt aber in der zweiten Staffel noch weiter über den eigenen Tellerrand. Die Serie zeigt auf, wie visionäre Landwirte, Wissenschaftler, Aktivisten und Köche heute schon erfolgreich an der Veränderung des Lebensmittel-Systems arbeiten. Dabei setzen unsere Protagonisten genauso auf technische Innovation, wie auf altes traditionelles Wissen der Großelterngeneration.


Regie JAKOB KUBIZEK & PETER SIHORSCH
Mit DAVID GROSS
Kamera DANIEL SAMER
Ton TONG ZHANG
Tonmischung DANIEL GRAILACH
Schnitt JENS EIDE MAREK KRALOVSKY MICHAEL MINICHMAYR
Schnittassistenz MATTHIAS KRONFUß
Farbkorrektur KLAUS PAMMINGER
Musik STEFAN DEISENBERGER
Produktionsassistenz MARTIN MITTERSTIELER
Produktion MISCHIEF FILMS
Sender ARTE SWR

Die Hälfte der Stadt
Kinodokumentarfilm 80min D 2014
diehälftederstadt

Als wir die viertausend schwarzweissen Portraits sahen, ahnten wir nicht, dass für uns eine lange Zeitreise begonnen hatte. Vor uns lagen Fotografien aus einem kleinen polnischen Bezirk, der einst ein europäischer Mikrokosmos war. In jahrelangen Recherchen rekonstruierten wir eine verschüttete Welt, in welcher bis zum 2. Weltkrieg Polen, Juden und Deutsche nahezu ungestört nebeneinander lebten. Portrait für Portrait fügte sich das tragische Gesicht einer vergessenen Provinz.
Der Autor der Fotografien ist Chaim Berman. Bis 1942 ist er der einzige Fotograf der Region. In seinem Atelier hält er die Gesichter seiner Heimat fest: deutsche Bäuerinnen, polnische Handwerker, jüdische Händler.
Doch Chaim Berman beschäftigt sich nicht nur mit Fotografie. In einer Zeit des brutalen Chauvinismus führt er das Leben eines überzeugten Humanisten. Er spricht fliessend polnisch, jiddisch und deutsch und vermittelt als Stadtrat unverdrossen zwischen den verschiedenen Kulturen und Religionen. Er ist Mitglied der fortschrittlichen jüdischen „Folkspartey“. Unerschrocken geht er von den damals ungewöhnlichen Prinzipien seiner Partei aus: er kämpft für ein friedliches Zusammenleben der verschiedenen Bevölkerungsgruppen, sucht unaufhörlich nach Kompromissen und Ausgleich, und weigert sich eisern, nach Israel zu emigrieren. Er ist ein phantastischer Idealist, ein seltsam multinationaler Patriot. Doch all seine Fähigkeiten, Vorstellungen und Ideale werden ihm zum furchtbaren Verhängnis. Chaim Berman verliert im 2. Weltkrieg seine ganze Familie durch den industriellen Massenmord und wird, nach tragischen Verwicklungen, von einem Freund ermordet, der zuvor für ihn sein Leben aufs Spiel gesetzt hatte.
Siebzig Jahre später fahren wir nach Kozienice. Dank einer konsequenten Montage aus animierten Zeichnungen und Dokumentarfilm rekonstruieren wir eine verschüttete Tragödie und verbinden sie mit der Gegenwart. Chaim Bermans Orte gibt es auch heute: sein Atelier, seine Strassen, seine Plätze. Wie lebendig sind Chaim Bermans Ideale heute? Welche Vorstellungen haben unsere Zeitgenossen von ihrer Zukunft? Das Schicksal von Chaim Berman und seinen Zeitgenossen drängt in unsere Zeit und verbindet sich mit der Dokumentation der Gegenwart zu einem filmischen Epos.

Produktion: Leykauf Film, Co-Produktion: Balance Film
Produzentin NICOLE LEYKAUF
Regie PAWEL SICZEK
Kamera DANIEL SAMER
Schnitt ULRIKE TORTORA
Animation BALANCE FILM
Zeichnungen AGNIESZKA KRUCZEK DOROTA GORSKY
Koproduktion GRIT WIßKIRCHEN RALF KUKULA
Dramaturgische Mitarbeit ELDAR GRIGORIAN
Bisher entwickelt mit einem Stipendium des Grenzgänger-Förderprogramms der Robert Bosch Stiftung, mit der MEDIA-Entwicklungsförderung und der Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, der Regierungskommission Bayern-Polen sowie des Polnischen Filminstituts PISF.
Nominiert für den Robert Bosch FilmFörderPreis
Gefördert durch den FilmFernsehFonds Bayern, das Medienboard Berlin-Brandenburg und das Kuratorium Junger Deutscher Film
Fernsehsender RBB ARTE
im Verleih von Real Fiction, Köln
Länge 80 min.
Dreharbeiten 2013 / Fertigstellung 2014


Dokfest München 2014 Internationaler Wettbewerb
Prädikat ‚Besonders Wertvoll Gold‘

Serabu Community Hospital
Imagedokumentarfilm 17min A 2013

Die “Ärzte für die Dritte Welt” unterstützen weltweit medizinische Projekte. Wir haben ihre Arbeit im “Serabu Community Hospital”, in Sierra Leone, dokumentiert.


Regie DAVID GROSS DANIEL SAMER
Kamera DANIEL SAMER
Produktion SCHALLER08

Karlshof
Dokumentarfilm 25min D 2013
Karlshof

„Wäre dieser Ort irgendwo anders, als ausgerechnet im kalten Deutschland, das Leben würde hier jetzt schon nur so toben! So viele unterschiedliche Lebenskonzepte an einem Platz, alles zusammen haben wir hier. So eine Szenerie! So viel Bewegung!”

Werner Eggenhofer
Leiter der Schauspielschule im Karlshof

Nahe dem Hauptbahnhof, am Beginn der Dachauerstrasse ist eine der Ecken der Stadt, an denen großstädtisches Flair durch München weht.
Nirgends ist München so in Bewegung wie hier. Ein Transitraum aller Länder und Klassen, der sich ständig wandelt und trotzdem nie wirklich “gentrifiziert” worden ist.
Der am Anfang der Dachauerstrasse gelegene Karlshof ist in diesem urbanen Zentrum ein kleiner Mikrokosmos, der die bunte Mischung des Münchner Bahnhofsviertels wieder spiegelt:
Die Geschichten und Lebenskonzepte der Leute, die hier aufeinander treffen, bzw. miteinander, oder nebeneinander her leben sind so unterschiedlich, und bunt gemischt, wie ihre Nationalitäten und Ansichten. Der Hofraum ist letztlich das Rahmen gebende Element und inhaltliche Klammer für einen Film, in dem wir die Lebensgeschichten der einzelnen Charaktere, die den Innenhof als derzeitigen Lebensmittelpunkt haben kurz portraitieren. Immer wieder gibt es Parallelen aber auch unterschiedliche Details, Lustiges, aber auch Nachdenkliches.
So lässt sich ein Netz weben, voll mit Geschichten aus dem Leben, von der Liebe und vom Tod.


Regie TASSILO LETZEL DANIEL SAMER
Kamera DANIEL SAMER
Produktion SMAC
Sender BR

Holly Waters
Dokumentarfilm 74min A 2012

Heiliges Kammerl

kristall_10

„Holy Waters“ ist ein Film über Menschen, die Wasser anbeten. Und ein Film über meine Großmutter, die Wasser verabscheut. Ausgangspunkt ist eine kleine Quelle in der oberösterreichischen Provinz, die zum großen Spiegelbild für menschliche Sehnsüchte wird. Eine assoziative Reise ins Reich des energetisierten Wassers, rund um Marienverehrer, Metzgermeister, den Doktor aus Lourdes, und den prominenten Wasser-Guru aus Japan. Ein Film über den Stoff aus dem alles Leben ist, und eine Annäherung an existentielle Fragen. Kann Wasser Wunder wirken, und darf Leberkäse heilig sein?

 

Produktion SCHALLER08
Regie DAVID GROSS
Kamera DANIEL SAMER
entwickelt mit einem START-Stipendium für Filmkunst 2009
bm:ukk – innovative films austria
Land Salzburg / Kultur
Land Salzburg / Kulturelle Sonderprojekte
Stadt Salzburg Kultur
Land Oberösterreich Kultur
Filmkulturzentrum Das Kino


Crossing Europe 2012

Fussgängerzone
Dokumentarfilm 60min D/CH 2011
posterfussgängerzone1

„Fussgängerzone“ ist die bisher einzige Langzeit-Dokumentation über das Geschehen in einem deutschen Fußgängerbereich. Die Autoren des Films sind der Allgäuer Filmemacher Daniel Samer und der schweizerisch-polnische Regisseur Pawel Siczek. Sie zeigen das alltägliche Treiben der Münchner Fußgängerzone als Abbild der bundesrepublikanischen Gesellschaft unserer Zeit: Auftritt für Auftritt, Slogan für Slogan, Meinung für Meinung. Vom Oktoberfest-Umzug, über den Wahlkampf zu den Landtagswahlen 2008 und das Gedenken der Reichskristallnacht, bis zum turbulenten Geschäft der Weihnachtszeit und einem entfesselten Silvesterfest auf dem Marienplatz.
Noch nie zuvor wurde eine Fussgängerzone filmisch derart eingehend und langfristig unter die Lupe genommen.

Die Fussgängerzone als Forum der BRD:
Zwischen Oktoberfest 2008 und Silvester 2008/09 verbrachten die Filmemacher Daniel Samer und Pawel Siczek drei Monate in der Fussgängerzone Münchens. Sie hielten sich stets auf der Strasse auf, betraten keine Läden und Restaurants. Sie begegneten Menschen, welche auf und von der Strasse leben: einem obdachlosen Bettler aus Thüringen, dem angehenden Hutjongleur „Fred die Fratze“, Angela Merkel im Wahlkampf, der NPD beim Demonstrieren, Sektenanhängern und Promotern des Weihnachtsgeschäfts und vielen anderen. Sie filmten stets aus der Perspektive eines Fussgängers: Sie traten ihren Protagonisten in Augenhöhe gegenüber und konfrontierten sich drei Monate lang mit unzähligen Parteien, Religionsgemeinschaften und einzelnen Kämpferinnen und Kämpfern verschiedener Lebensanschauungen.

Entstanden ist ein Dokumentarfilm, welcher die Fussgängerzone als Zirkusbühne präsentiert, auf der sich Revuenummern zu einem vielfältigen Reigen fügen. Im Zentrum stehen alltägliche Ereignisse und Begegnungen an einem Ort, an dem Tag für Tag ein unendlicher Strom von Passantinnen und Passanten vorüberzieht.
Die Dokumentation „Fussgängerzone“ ist ein zeitgenössisches, bundesrepublikanisches Kaleidoskop, in welchem die unterschiedlichsten Hoffnungen, Stimmungen und Ängste versammelt sind.

Im Rahmen des 25. Internationalen Dokumentarfilmfestivals feiert der sechzigminütige Film seine Premiere und kehrt dahin zurück, wo er entstanden ist: ins Herz der Münchner Innenstadt. Bei zwei Vorführungen im Innenhof des Rathauses am Marienplatz können die Zuschauer die Dokumentation in unmittelbarer Nähe zu den Originalschauplätzen erleben.
Die Spezialveranstaltung ist eine Initiative der beiden Filmautoren, des Kulturreferats München, des Internationalen Dokumentarfilmfestivals München und der Junge Götter Filmproduktion.


Regie PAWEL SICZEK DANIEL SAMER
Kamera DANIEL SAMER
Produktion JUNGE GÖTTER FILMPRODUKTION
FÜR GILDA MEDIENPRODUKTION


Dokfest München 2011

Mischgebiet
Kinospielfilm 88min D 2011

Widermoos – eine fiktive Ortschaft in Niederbayern – eingekeilt zwischen Ackerbau, Viehwirtschaft und Einkaufsareal. Das gesellschaftliche Leben spielt sich nicht mehr in der Kirche und im verwaisten Wirtshaus, sondern an der Tankstelle, im Baumarkt und im Autohaus ab. Anna Kreuzpaintner (Eva Sixt) lebt mit ihrem Vater Sepp und ihren beiden Kindern Daniel und Marie, sowie dem russlanddeutschen Hilfsarbeiter Viktor auf einem abgelegenen Bauernhof. Der kleine Milchviehbetrieb rentiert sich schon lange nicht mehr. Es fehlen jedoch die Impulse, um Konsequenzen zu ziehen. Anna arbeitet als Bürokraft, damit die Familie über die Runden kommt. Ihre Kinder können der Landwirtschaft gar nichts abgewinnen. Daniel arbeitet im Autohaus und Marie steckt schwer in der Pubertät. Sie schwärmt einerseits für Viktor, andererseits träumt sie davon, die öde Provinz hinter sich zu lassen, um wie ihr Gitarre spielender Onkel Simon um die Welt zu tingeln.

Plötzlich taucht dieser Simon (Michi Marchner), Annas jüngerer Bruder, nach Jahren wieder zuhause auf. Eigentlich will er hauptsächlich seine Nichte besuchen, gibt er vor. Seit seiner Ankunft ist Marie jedoch plötzlich spurlos verschwunden. Simon tritt zunächst cool und selbstgefällig auf, die Wiedersehensfreude in der Familie hält sich in Grenzen. Die überfällige Ernte und Maries Abwesenheit verweigern dem Heimkehrer die geforderte Aufmerksamkeit. Simons Versuche, sich nützlich zu machen, scheitern ebenfalls. Auch die alten Jugendbekanntschaften sind Simon fremd geworden. Vor allem mit dem früher belächelten Polizisten Bernhard Ortner beginnt Simon plötzlich zu eifern. Misstrauen macht sich breit und ein Streit entwickelt sich über die Gründe für Maries Abwesenheit. Es wird klar, dass Simons alte Rolle als cooler Gitarrenheld in seinem Heimatdorf ausgedient hat. Schließlich löst Simon, gerade indem er den Außenseiter Viktor vor den Verdächtigungen der Anderen bewahren will, verhängnisvolle Verwicklungen aus, die einen tragischen Unfall des jungen Russlanddeutschen heraufbeschwören.

Der Film dokumentiert in kleinen ineinander verwobenen Episoden, wie sich verletzte Eitelkeiten und aufgestaute Aggressionen den Weg durch eine Gemeinschaft bahnen, um sich schließlich zielsicher am Außenseiter zu entladen.

 

Produktion:Junge Götter Filmproduktion, HFF München,
Bayerischer Rundfunk, FFF Bayern
Regie: Josef Mayerhofer
Kamera: Petra Wallner, Daniel Samer


Filmfest München

Rebell wollt ich werden
Dokumentarfilm 58min D 2008

Heinz Ratz ist einer der letzten politischen Liedermacher in Deutschland. Mit seinen Texten, seiner Musik und seinen Aktionen will er uns herausfordern, zum eigenen Handeln und Nachdenken bewegen.
Sein „Lauf gegen die Kälte“, ist eine vierwöchige Aktion gegen die wachsende Obdachlosigkeit und soziale Ausgrenzung. Jeden Tag geht Heinz Ratz zu Fuß von einer Stadt zur nächsten und gibt dann abends Konzerte, bei denen Spenden für die Obdachlosen gesammelt werden.


Regie DIANA WEILEPP
Kamera DANIEL SAMER
Produktion HFF MÜNCHEN


Nominiert First Steps